Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Das N900 auf Linux-Basis

Montag, 31. August 2009

Nokia, der weltweit bekannte Handyriese aus Finnland stellt nun erstmalig ein Handy komplett auf Linux-Basis vor und startet damit einen schweren Angriff auf Apple mit seinem iPhone. Durch die OpenSource Plattform erhofft man sich, dass sich rund um das neue N900 eine große Programmierergemeinschaft bildet, die Erweiterungen und clevere Applikationen für das neue Modell entwickelt.

Das neue Modell N900 soll sowohl Touchscreen als auch eine ausziehbare Tastatur bieten und wird wohl mit einem Preis von rund 500 Euro auf dem Markt erscheinen – bei vielen Tarifen für mobiles Internet als subventioniertes Gerät sicherlich auch etwas billiger.

Mit der Linux-Offensive wird sich Nokia vor allem gegen Apple und Google zur wehr setzen, die im Mobilfunkbereich mit ihren Smartphones immer mehr Marktanteile gewinnen und Nokia so Kundschaft entziehen, derer man sich bereits seit Jahren sicher zu sein glaubt. Fast schien es in letzter Zeit so als hätte Nokia in der oft so genannten “iPhone”-Klasse nichts mehr entgegenzusetzen, doch dass soll sich mit dem N900 nun endgültig ändern.

Linux un Verbindung mit dem OpenSource Konzept sollen das Handy auf den richtigen Kurs bringen um gegen die starken Konkurrenten zu bestehen. Damit setzt man Apple und Google nicht nur ein gleichwertiges Smartphone vor, sondern geht zugleich auch auf eine etwas andere Schiene was die Entwicklerfreundlichkeit angeht. Dank OpenSource kann nämlich jeder völlig kostenlos an der Weiterentwicklung des N900 teilhaben oder sich sogar selbst kleine Applikationen schreiben, die den Alltag erleichtern.

Es darf gespannt darauf gewartet werden wie sich das N900 in der Praxis schlagen wird.

Microsoft feiert Dominanz im Netbook-Markt

Samstag, 07. Februar 2009

Das ist der Überschrift der Heise.de-Meldung, über eine von Microsoft durchgeführte Studie, wonach Microsoft angeblich in einer kurzen Zeit den Markt der ultra-mobilen Notebooks, so genannten „Netbooks“, erobert hat. Zwar wird Microsoft wegen der schwammigen Studie kritisiert, niemand kann aber bestreiten, dass MS es geschafft hatte, die meisten Netbook-Hersteller auf seine Seite zu ziehen. Warum das geschehen konnte? Wahrscheinlich darum, weil die meisten Endanwender nicht bereit waren, ihre gewohnte Umgebung auf etwas neues umzutauschen und damit die Hersteller indirekt gedrängt hatten, ihre anfangs Pro-Linux Gesinnung zu überdenken.
Was kann die Linux-Gemeinde dafür tun, um diesen Teufelskreis zu brechen?
Ein Optimist würde sagen, dass das Benutzerinterface so überarbeitet werden muss, dass sogar Windows-Anwender es besser finden werden und nicht mehr den Wunsch haben werden, zurück auf Windows umzusteigen.
Ein Pessimist wird dagegen sagen, dass Linux-Gemeinde diesen Kampf verloren hat, da sie nicht in der Lage ist, Linux attraktiv zu gestalten.
Was mich angeht, nach meinen Beobachtungen sehe ich große Fortschritte, was Usability von Linux angeht. Diese Fortschritte reichen aber noch nicht aus, um Linux für die Massen attraktiv zu machen. Aber es gibt auch Vorteile von dieser negativen Entwicklung. Je weniger ein Betriebssystem verbreitet ist, desto uninteressanter es für Viren-Schreiber ist.

Linux-Server in der Form eines Netz-Adapters

Sonntag, 11. Januar 2009

Linux
Einen Server, der durch das Einstecken in die Steckdose sofort einsatzbereit ist, kann man nur schwer vorstellen. Zumindest, bis man den Server von SheevaPlug nicht gesehen hat.
Der Server von SheevaPlug hat eine sehr kompakte Bauform, die einem Netz-Adapter sehr ähnlich ist.
Unter der Haube von diesem Gerät findet man 1.2GHz Prozessor, 512MB Flash Speicher und ebenfalls 512MB Hauptspeicher. Außen findet man folgende Anschlüsse:
1. USB (2.0)
2. Ethernet mit 1 Gigabit

Kaum vorstellbar, aber dieser Server verbraucht nur 5W an Leistung.
Das Gerät kostet übrigens zurzeit nur 99$ und man kann vermuten, dass in der Zukunft diese Geräte noch günstiger werden.
Ich würde mir auf jeden Fall so ein Gerät zum Geburtstag wünschen, wenn ich keinen Server hätte. Ich habe aber einen Server bei 1&1 :)

SVN-Einrichtung unter Linux

Dienstag, 02. Dezember 2008

Da ich während des Studiums eine Menge an Programmier-Übungen zusammen mit anderen Studenten in einer Gruppe schreiben muss, hatte ich mir nach einem Jahr des Studiums Gedanken gemacht, wie man die Effizienz der Arbeit steigern könnte. Da wir verständlicherweise nicht immer vor einer Kiste sitzen, sondern meistens „remote“ arbeiten, haben wir ein Board, basierend auf PHPBB 3 eingerichtet. Es ist sehr praktisch, da wir dadurch die Quelltexte und Ideen austauschen können und falls man fragen hat, kann man diese im Board stellen. Nachdem aber die Übungen stetig an Komplexität gewonnen haben, mussten wir leider fest stellen, dass die Veröffentlichung von Quelltexten von mehreren Java- oder C++ Klassen nicht mehr so praktikabel ist, wie früher.
Genau deswegen wollte ich ein Subversion-System ausprobieren. Meine Wahl war SVN, da SVN dem CVS technisch überlegen ist.
Die Einrichtung und Betrieb von SVN ist sehr gut dokumentiert. Es gibt sowohl zahlreiche HowTo’s, als auch Tutorials, die erklären, wie Subversion funktioniert. Das wichtigste von allen Dokus ist aber das Buch „Version Control with Subversion“. Das Buch steht frei im Internet zur Verfügung und erklärt so ziemlich alles an Fragen, die jemanden bei der Einrichtung oder beim Betrieb von SVN aufkommen.
Falls jemand Eclipse als Entwicklungsumgebung benutzt, gibt es von mir noch ein Tipp zum SVN-Plug-In für Eclipse. Das Plug-In heißt Subversion. Dieses Plug-In löst Subclipse auf und ist sogar in Eclipse-Projekt integriert. Das einzige, was man von einer externen Quelle braucht sind Connectoren. Die aber ebenfalls frei wie das Plug-In selbst zur Verfügung stehen.

Linux auf dem iPhone

Sonntag, 30. November 2008

gestern meldete Golem euphorisch, dass es einer Gruppe der Entwickler gelungen ist, Linux-Betriebssystem auf iPhone und iPod Touch zu installieren. Nachdem ich mir den Artikel aber genauer angeschaut habe, erfuhr ich, dass das Projekt doch noch in der Kinderschuhen steckt. Zwar konnten die Entwickler ein richtiges Linux auf iPhone und iPod Touch portieren, es fehlen noch zahlreiche Funktionalitäten, wie grafische Benutzeroberfläche oder eine Möglichkeit, Tastatureingaben zu tätigen, ohne das Gerät ständig am PC angeschlossen haben zu müssen. Sich freuen über die Möglichkeit, eine Kommandozeile auf dem iPhone zu haben können nur harte Linux-Kerle. Das Gerät von Apple ist ja genau deswegen so populär geworden, weil man es so einfach bedienen kann und hier kommen ein paar Leutchen und machen daraus eine Linux-Konsole und möchten, dass andere ihre Freude teilen. Naja. Ich bin zwar ein Linux-Anhänger, aber das heißt lange nicht, dass ich aus meinem iPod-Toch so etwas machen lasse. Nie im Leben. Klar, wird jetzt jemand im Kommentaren schreiben, dass es nur ein Anfang ist und so. Das erinnert mich stark an eine ein bisschen ältere Meldung von Spiegel Online, über Physiker, denen es gelungen ist, einen Stoff zu entwickeln, der Menschen unsichtbar machen kann. Der Artikel war mit einem Bild mit einem durchsichtigen Menschen, versehen. Ich klickte den Artikel an und las ihn durch. Ich fand heraus, dass es keinen Zusammenhang zwischen der im Überschrift genannten Entwicklung und dem Bild gibt. Die angebliche Entwicklung funktioniert in der Realität nur im Labor und nur im Vakuum.
Ich würde mich eher freuen, wenn die Linux-Entwickler sich die mühe geben würden und die Schrift-Unterstützung und allgemein die grafische Oberfläche verbessern würden. Sei es KDE oder Gnome, beide erweisen meiner Meinung nach, große Schwächen, was Design und Usability angeht.

Golem testet Ubuntu 8.10

Sonntag, 12. Oktober 2008

Die wichtigste Neuerung der 8.10 Version ist sicherlich die UMTS/HSDPA Unterstützung. Ab jetzt verläuft die Konfiguration von Funkverbindung sehr einfach. Es ist sogar nicht mehr notwendig, Provider-Daten einzugeben. Man sollte lediglich einen Anbieter aus der Liste auswählen. Alles andere erledigt das System automatisch.
Außer UMTS bietet die neue Version von Ubuntu viele Neuerungen für Entwickler und Administratoren. Dazu zählen ein kompletter Java Stack (OpenJDK + Apache Tomcat 6.0), ClamAV, Spam Assassin. Darüber hinaus bietet die neue Ubuntu Version viele Sicherheitsfeatures, wie ein Uncomplicated Firewall oder Verschlüsselung der Home-Verzeichnisse der Benutzer, wobei diese dann nach Anmeldung automatisch entschlüsselt und eingebunden werden.
Die reine Desktop-Version von Ubuntu bekam eher kleine Updates spendiert. Dazu zählen die neue Version von Gnome. Außerdem lassen sich die Daten in der Desktop Edition von Ubuntu nicht mit Ecryptfs sondern mit GnuPG verschlüsseln.

Mein Fazit:
Die Server-Version von Ubuntu hat einige wichtige Neuerungen bekommen und die Entwickler bzw. Administratoren sich auf jeden Fall darüber Gedanken machen sollen, ob sich ein Update für sie lohnt.
Die Benutzer der Desktop-Version können weiter ihre bisherige Ubuntu-Versionen benutzen, denn mit 8.10 gibt es keine großen Veränderungen.

Video: Ubuntu 8.10 – Test (3:07)

Gnome 2.24

Dienstag, 30. September 2008

Wie Heise.de berichtet erschien heute die neue Version von Desktop-Umgebung für Linux Gnome 2.24
Grundsätzlich gab es keine großen Veränderungen. Wenn man Release Notes (http://library.gnome.org/misc/release-notes/2.24/) durchliest, findet man heraus, dass es wirklich zwar keine großen Änderungen gab, dafür aber mehrere kleinere. Es wurden hunderte von Bugs beseitigt, darunter:

1. Hässliches PidGin wird durch ein hessliches Empathy ausgetauscht:

Empathy unterstützt auch Audio- und Videokonferenzen über XMPP/SIP wie auf den N800/N810-Geräten von Nokia (Video setzt einen H263-Codec für GStreamer voraus). Empathy ist auch eine großartige Ergänzung für Ekiga, GNOMEs Audio/Video-SIP-Anwendung

2. Ein neues Utility zum Überwachen der Arbeitszeit ist hinzugekommen:

Für viele Angestellten und Geschäftsleute ist es wichtig zu verfolgen, wieviel Zeit sie jedem Projekt und jedem Kunden zuordnen. Jeder hat dafür sein eigenes System, angefangen von einem Terminkalender bis hin zum Zufall. Es ist unglaublich lästig. Heutzutage ist in allem was Sie machen meist irgendwie ein Rechner beteiligt, weshalb GNOME eine Panel-Anwendung hinzugefügt hat, mit der Sie Ihre Arbeitszeiteinteilung besser verfolgen können.

3. Ekiga wird in der Version 3.0 vorgelegt:

Neben einer neuen Oberfläche, die sich um Ihr Telefonbuch und der Erreichbarkeit Ihrer Kontakte aufbaut, bringt Ekiga 3.0 SIP-Anwesenheitsunterstützung, PBX-Line-Überwachung, besser Video-Codecs (H.264, H.263+, MPEG-4 und Theora), schnelleres Video und optional Vollbild, und zahlreiche SIP-bezogene Verbesserungen für eine sorglose Konferenzschaltung mit.

4. Änderungen in der Dateiverwaltung:

Neben der Symbol- und Listenansicht stellt GNOME 2.24 nun eine neue kompakte Listendarstellung bereit, wie Sie bereits in vielen anderen grafischen Oberflächen verbreitet ist. Wechseln Sie in diese Darstellung, in dem Sie Ansicht -> Kompakt·aus dem Menü auswählen oder über die Tastatur Steuerung+3 aufrufen.

Wie auch die Symbol- und Listenansicht kann auch die kompakte Darstellung mittels der Zoom-Optionen im Menü Ansicht vergrößert und verkleinert werden.
Der Browser-Modus des Datei-Managers unterstützt nun Reiter, um schnell zwischen verschiedenen Ordnern innerhalb eines Fensters zu wechseln.
Moderne Dateisystem können mit nahezu jedem Zeichen in einem Dateinamen umgehen. Leider gilt dies nicht für das FAT-Dateisystem, welches häufig auf USB-Sticks und tragbaren Musikgeräten verwendet wird, da es mit vielen Interpunktionszeichen innerhalb eines Dateinamens nicht umgehen kann. GNOME 2.24 erkennt nun, wenn Sie Dateien kopieren, die nicht verwendbare Zeichen enthalten und wandelt diese automatisch in »_« um, ohne das Sie Ihre Dateien selbst umbenennen müssen.
Die automatische Namensvervollständigung für Dateien wurde in GNOME 2.24 ebenfalls verbessert. Die Vervollständigung von Dateinamen innerhalb der Adresszeile mittels Tabulator-Taste ist schneller und vorhersagbarer. Außerdem ist es möglich jeden Teil eines Pfades zu vervollständigen, wobei Ihnen mehr Rückmeldungen gegeben werden, wenn keine weitere Treffer vorhanden sind.
5. Deskbar erählt weitere sinnlose Funktionen:

Deskbar in GNOME 2.24 fügt zahlreiche neue und aufregende Erweiterungen hinzu: einen Taschenrechner, Google-Suche (und Google-Code-Suche), Yahoo! und Wikipedia-Vorschläge und eine Aktualisierung von Twitter und identi.ca.

6. Ab jetzt kann man unter Linux mehrere Monitore anschließen und besser, als je zuvor, verwalten:

GNOME 2.24 erweitert seine Kontrollen zur Bildschirmauflösung um dies zu ermöglichen. Mittels der neuen Spezifikation XRandR 1.2 von X.Org können Benutzer nun einfach weitere Bildschirme für unterschiedliche Einsatzzwecke anschließen.
7.Klangthemen:

Klangthemen werden in GNOME nun durch libcanberra verwaltet, welche die Freedesktop.org »Sound Theme and Naming«-Spezifikation implementiert. Klangthemen können nun genauso einfach wie grafische Themen installiert werden. Dank libcanberra geraten Alarmklänge von Anwendungen nicht mehr in Konflikt mit Ihrer Musik- oder Video-Anwendung. Sie können z.B. diese wichtigen Klänge eingeschaltet lassen, während sie Vollbild einen Film anschauen.

8.Verbesserte DVB Unterstützung:
Mit Hilfe des GStreamer-Multimedia-Frameworks führte GNOME 2.22 Funktionen für digitales Fernsehen (DVB) in den Video-Player ein. Um diese Sachen noch besser zu machen, haben unsere Entwickler jetzt Unterstützung für mehrere DVB-Tuner (um mehrere Kanäle gleichzeitig anzuschauen) und eine besser Fehlersuche eingebaut.
Auch wurde daran gearbeitet, konfigurationslose Unterstützung zahlreicher Infrarot-Fernbedienungen zu ermöglichen (mittels LIRC-Framework). Dadurch wird es noch leichter, einfach zu entspannen statt einen wichtigen Report zu schreiben.
Eine weitere Funktion in GNOME 2.24 ist die Unterstützung für hochauflösende YouTube-Videos und die Unterstützung für Untertitel aus dem Netzwerk.

9.Neue Hintergrundgrafiken
GNOME versucht Ihren Rechner gut aussehen zu lassen, weshalb wir hart an unseren Themen und Grafiken arbeiten. Für GNOME 2.24 wurde ein Wettbewerb abgehalten, um einige der schönsten Hintergrundbilder der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

Außerdem gab es einige Änderungen, die Barrierefreiheit verbessern sollen, dazu noch einige für die Entwickler relevante Details und verbesserte Lokalisierung.

Open Solaris

Sonntag, 27. Juli 2008

Bis jetzt arbeitete ausschließlich mit Linux, ich probierte zwar unterschiedliche Distributionen, wie SuSE Linux, Debian oder Red Hat aus, hatte bis jetzt aber keine Erfahrung mit anderen UNIX-Betriebssystemen. Am Wochenende hatte ich aber ein bisschen Zeit und Lust für das Experimentieren und wagte endlich, OpenSolaris auf meinem Desktop-Rechner zu installieren. Mein Desktop-Rechner ist mittlerweile nicht mehr mein produktives System, dafür nutze ich meinen Laptop, deswegen konnte ich ohne großen Hemmungen, das auf dem Desktop-Rechner installierte System einfach platt machen um Platz für OpenSolaris freizugeben.

Der erste Blick täuscht:
Die Installation verlief kinderleicht, wie man es von modernen Betriebssystemen gewohnt ist. Das Aussehen des Systems ist für alle, die sich mit Linux und GNOME auskennen, vertraut. Wenn man aber genauer hinsieht, findet man konzeptionelle Unterschiede. Das betrifft zum Beispiel die Dateistruktur. Das home-Verzeichnis befindet sich nicht unter /home/benutzername, sondern unter /export/home. Das Verzeichnis /home existiert zwar, ich konnte da aber keine Verzeichnisse anlegen, sogar als root. Warum es so ist, fand ich noch nicht heraus. Als positiv fand ich die Tatsache, dass alle Programme von Drittanbietern in einem Verzeichnis /opt gespeichert werden. Unter Linux ist es nicht der Fall.
Das Administrieren des Systems unterscheidet sich grundlegend. Dafür verwendet man Kommandos svcadm und svcs. Diese beide Kommandos in Verbindung mit zahlreichen Parametern, ermöglichen eine feine Konfiguration. Man findet zwar auch eine grafische Benutzeroberfläche, diese ermöglicht aber nur Starten und Stoppen von bestimmten Diensten.

Insgesamt ist das System nach der Installation bereits für die tägliche Arbeit geeignet, einzig, was mir bis jetzt Probleme bereitet ist meine Sound-Karte. Sie wurde vom System leider nicht erkannt und eine Lösung fand ich noch nicht. Das ist schade, denn unter OpenSuSE oder Debian hatte ich solche Probleme nicht. Vielleicht kriege ich aber es noch hin, passende Treiber für meien Sound-Karte zu finden.

Ubuntu vs. Linux

Mittwoch, 07. Mai 2008

Der Überschrift mag bisschen irreführend klingen, da Ubuntu ja sich auf Debian basiert und deswegen zur Linux-Familie zählt, ich möchte damit aber die Aufmerksamkeit auf die fortschreitende Degeneration Entwicklung dieses populären Betriebssystems hinweisen, die meiner Meinung nach in falsche Richtung läuft.
Man sagt, dass Unix ein System ist, das von Programmierern für Programmierer entworfen wurde. Diese These ist auch heute noch aktuell, da die Administration eines Rechners mit auf Unix basierenden Betriebssystem gewisse Fachkenntnisse erfordert, die durch mühsames Studieren der Fachliteratur und eine große Zeit-Investition in Praxis erworben werden müssen.
Da aber Linux außer Stabilität und Flexibilität auch Kostenvorteile mit sich bringt (die meisten Linux-Systeme stehen unter GNU/GPL und sind oft kostenlos), ist es kein Wunder, dass das System auch für private Zwecke immer häufiger eingesetzt wird.
Ubuntu ist ein Versuch, aus einem komplexen und mächtigen Betriebssystem eine benutzerfreundliche Umgebung zu schaffen, die kostenlos für alle verfügbar sein soll. Die Idee finde ich brillant, nur die Umsetzung ist meiner Meinung nach zu weit gegangen. Dieses Problem ist nicht allein auf Ubuntu zurückzuführen, sondern hängt direkt auch mit GNOME zusammen. Die Kombination aus GNOME und Ubuntu macht zwar die Benutzung des Betriebssystems einfacher, schränkt dabei aber die Funktionalität erheblich ein. Manchmal hat man sogar das Gefühl, dass die Entwickler einen potentiellen Benutzer für dumm halten. Anstatt neue Funktionen in das System einzubauen, wird fleißig an der Integration von Compiz gearbeitet. Ich dachte immer, das der einzige Weg, Windows Paroli zu bieten, ist es, ein zuverlässiges, flexibles und funktionales System zu programmieren, was ich aber sehe, man versucht der Klickibunti-Oerbfläche von Windows Vista Konkurrenz zu machen, wobei in Sachen von Design Windows viel besser abschneidet.

Sidux

Montag, 19. März 2007

Viele Linux-Benutzer kennen wahrscheinlich das Live-Distribution Kanotix.
Ich wurde auf Kanotix aufmerksam, als ich mein ADSL USB Modem von Allied Telesyn (AT-AR215) mit SuSE zum Laufen bringen wollte. Auf einem Forum, das sich dem Thema des gleichnamigen Problems widmete, bekam ich einen Tipp von Moderator, Kanotix auszuprobieren. Die Installation klappte einwandfrei und die Konfiguration des Einwahls war kinderleicht. Ich war sehr zufrieden damit.
Die Kanotix Community war auch immer sehr aktiv, genau wie die Entwickler selbst, die mehrmals pro Jahr eine neue Distribution herausbrachten.
Schade nur, dass die besten Zeiten anscheinend vorbei sind. Einige der Entwickler verließen bereits das Entwickler-Team, die letzte, als “stable” gekennzeichnete Distribution ist schon ziemlich alt und die Pläne von Kano (Jörg Schirottke) scheinen eher in Richtung “stable” zu bewegen.
Wer aber die Sid-Variante besser findet, kann eventuell sein Glück bei Sidux finden. Sidux ist eine neue Live-Distri, deren Entwicklungm, nach dem Stillstand bei Kanotix angefangen wurde.