Archiv für Mai 2008

Ubuntu vs. Linux

Mittwoch, 07. Mai 2008

Der Überschrift mag bisschen irreführend klingen, da Ubuntu ja sich auf Debian basiert und deswegen zur Linux-Familie zählt, ich möchte damit aber die Aufmerksamkeit auf die fortschreitende Degeneration Entwicklung dieses populären Betriebssystems hinweisen, die meiner Meinung nach in falsche Richtung läuft.
Man sagt, dass Unix ein System ist, das von Programmierern für Programmierer entworfen wurde. Diese These ist auch heute noch aktuell, da die Administration eines Rechners mit auf Unix basierenden Betriebssystem gewisse Fachkenntnisse erfordert, die durch mühsames Studieren der Fachliteratur und eine große Zeit-Investition in Praxis erworben werden müssen.
Da aber Linux außer Stabilität und Flexibilität auch Kostenvorteile mit sich bringt (die meisten Linux-Systeme stehen unter GNU/GPL und sind oft kostenlos), ist es kein Wunder, dass das System auch für private Zwecke immer häufiger eingesetzt wird.
Ubuntu ist ein Versuch, aus einem komplexen und mächtigen Betriebssystem eine benutzerfreundliche Umgebung zu schaffen, die kostenlos für alle verfügbar sein soll. Die Idee finde ich brillant, nur die Umsetzung ist meiner Meinung nach zu weit gegangen. Dieses Problem ist nicht allein auf Ubuntu zurückzuführen, sondern hängt direkt auch mit GNOME zusammen. Die Kombination aus GNOME und Ubuntu macht zwar die Benutzung des Betriebssystems einfacher, schränkt dabei aber die Funktionalität erheblich ein. Manchmal hat man sogar das Gefühl, dass die Entwickler einen potentiellen Benutzer für dumm halten. Anstatt neue Funktionen in das System einzubauen, wird fleißig an der Integration von Compiz gearbeitet. Ich dachte immer, das der einzige Weg, Windows Paroli zu bieten, ist es, ein zuverlässiges, flexibles und funktionales System zu programmieren, was ich aber sehe, man versucht der Klickibunti-Oerbfläche von Windows Vista Konkurrenz zu machen, wobei in Sachen von Design Windows viel besser abschneidet.